Wieder beim Ironman

2022

Am Samstag vor dem Rennen trafen sich wieder die Kajak-Helfer zum Unterstützen der Schwimmer am Treffpunkt Tankstelle. Nach dem Verteilen der Einfahrgenehmigungen ging es dann zügig an allen Staus und Securities vorbei zu unserem üblichen Übernachtungsplatz unter einem großen alten Baum.

Nach einigem Geschiebe mit den Autos hatte jeder seinen Schlafplatz gefunden und der Rest vom Tag war frei.

Beim Abendessen, das vom DRK organisiert wurde, gab es wie immer die Vorbesprechung für den nächsten Tag.

Dann war noch eine kleine Runde mit den Booten am See angesagt, um die Strecke und die Streckenmarkierung zu erkunden und sich noch ein wenig die Zeit zu vertreiben.

Wie immer war die Nacht viel zu kurz -  um 4:00 Uhr klingelte der Wecker und es ging zum Frühstücken. Die anwesende Jugend war über die Weckzeit wenig begeistert, ist aber dann doch zum Frühstück erschienen.

Ein weiterer Trost: einige Athlethen und deren Begleitung waren auch schon da.

Nachdem wir dann alle unser Gerödel an hatten ging es um 6:00 Uhr aufs Wasser.

Nach Nationalhymne und der Ironman-Hymne war 6:25 Uhr der erste Start und die Profis der Männer machten sich auf ihren beschwerlichen Weg. Kurze Zeit später starteten die Profi-Frauen und als letztes die große Zahl der Altersklasseathleten.

Wir, die Kajakfahrer, unterstützten die DRK-Wasserwacht mit ihren Rettungsbrettern und suchten uns einen Platz, damit wir das ganze Geschehen gut überblicken konnten.

Es dauerte auch nicht lange, dass sich Schwimmer bermerkbar machten, dass sie eine kurze Pause brauchten und unsere angebotenen Bootsnasen sehr dankbar angenommen haben.

Probleme gab es mal wieder ab der vorletzten Wendeboje, als die Schwimmer danach gegen die Sonne schwimmen mussten und sie die nächsten Bojen (die ihnen den Weg zeigen sollten) nicht mehr sehen konnten. So mussten wir einigen Schwimmern den Weg weisen.

Dieses Mal sind alle Schwimmer und Schwimmerinnen in der vorgegebene Zeit (2:20 Std) an Land gekommen und bis dahin gab es keine größeren Verluste.

Um 10:30 Uhr waren wir dann soweit, dass wir unser Restwochenende antreten konnten.

Es war wieder eine tolle Stimmung und tolle Eindrücke, sobald die Sonne am See aufgeht.

A&M

 


Anfängerkurs 2022

Kajakfahren kann man wirklich lernen!
So haben wohl die Teilnehmer gedacht, die sich für den Anfängerkurs im April/Mai 2022 bei unserer Abteilung im ESV sowie beim Kanuverein HKCW angemeldet haben.
Vier „Lerneinheiten“ sprich vier teilweise ganztägige Veranstaltungen standen auf dem Übungsplan der Kajak-Anfänger:
Zuerst einmal mussten sie in einem „wackligen“ Kajak einigermaßen stabil sitzen können und keine „Angst“ vor dem Nassen haben. Dazu wurden die Teilnehmer in das Höchster Schwimmbad eingeladen, um dort mit Kajak-Trainern Sicherheit zu gewinnen; oberhalb der Wasseroberfläche, aber auch unterhalb – geübt wurde das Aussteigen aus dem Boot im warmen und klaren Wasser.
Die nächste Lerneinheit führte die Anfänger an einem Baggersee, wo sie im stehenden Gewässer Übungen wie Geradeaus-, Bogen- und Rückwärtsfahren, Kanten u.a. mit den Betreuern übten. Am Ende wurde auch ein kleines Wasserpolospiel eingeschoben.
Das Paddeln auf dem Main – zuerst gegen und dann mit der Strömung – war die dritte Einheit. Die Anfänger waren sehr taff, obwohl sich die Boote anfänglich andauern gedreht haben. Nach der Zeit konnten sie aber auch dorthin paddeln, wo sie hinwollte.
Als krönender Abschluss war die Befahrung der Nidda als vierte Einheit vorgesehen. Hier sollten die Anfänger ein- und ausschlingen sowie das Traversieren lernen.  Und hier kam es auch, wie es kommen mußte – 100 Meter nach dem Einstieg und beim fleißigen Üben testeten Einige gleich die Wassertemperatur – ohne Boot. Aber alle kamen heil und gesund am Ausstieg an und hatten viel Spaß.    
In der nächsten Zeit gilt es, das Geübte in die Routine einfließen zu lassen. Dazu gibt es genügend Paddelveranstaltungen im Jahresprogramm des ESV/HKCW, um das Gelernte nach und nach zu festigen.
 
Rundum eine gelungene Veranstaltung, die nicht nur mir und den Betreuern, sondern auch den Teilnehmern viel Spaß gemacht hat.

S&A&M
 


Anpaddeln 2022

Anpaddeln mal anders

Seit einigen Jahren wurde das Abteilungs-Anpaddeln auf den 01.01. des neuen Jahres
auf den Main verlegt.
Diese Jahr - oh Wunder - wegen Corona eine andere Version.
Kurzentschlossene Kajakfahrer verlegten das Anpaddeln auf den 02.01.22.
Da das Wetter laut Wetter-App zu halten schien und die Wasserstände auch noch
brauchbar waren, wurde nach kurzer Überlegung der Gelbach (Limburg, Dietz, dann ins Gebüsch ins Gelbachtal) auserkoren.
Es fanden sich 5 Paddler, die sich den Bach antun wollten. Perfekte Größe.
Bei der Anfahrt zum Einstieg hatten wir schon einiges an Bäumen am und im Wasser gesehen, es war abzusehen, dass es kein einfaches Abfahrtsrennen werden würde.
Treffen um 11:00 Uhr an der besprochenen Einsatzstelle.
Erster Blick in den Bach: Wasserstand "OK". Umziehen, Auto versetzen und los.
Wie vermutet war nach ca. 500 m Schluss. Baum im Wasser und kein Vorbeikommen. Also umtragen. Wir haben die Umtragestellen nicht gezählt, aber wir sind bestimmt keinen Kilometer durchgängig gefahren. Unterwegs gab es zu den diversen Verkehrshindernissen noch Wasseramseln und Eisvögel zu sehen.
Am Ausstieg angekommen war es dann doch allen ziemlich kalt geworden und wir waren froh, dass wir doch nicht die längere strecke gefahren sind. (Es waren trotzdem rund 11,7 km.)
Die Zusammenfassung: alle Fahrer hatten mehr oder weniger Spass an dem Buschkampf und keine größeren Verluste zu melden.

A&M

Funzelfahrt 2021 die 38.

Es hat wieder geklappt.

Es war der 23.10.2021 in Frankfurt – es war Zeit für die Funzelfahrt und zwar unsere 38.
Nach langem Bangen beim Verfolgen der Corona-Zahlen hatten sich die Kanuten entschieden, dann doch die Funzelfahrt zu organisieren.
Aber auch in diesem Jahr konnten wir die Glaskugel für die Teilnehmerzahlen und die im Oktober herrschenden Corona-Regelungen nicht befragen und so wurde der Beschluss gefasst, eine etwas „abgespecktere Version“ anzubieten.
Also kein großes Grillen und Babbeln nach der Fahrt, sondern eine kleine Suppe gegen die Kälte und dann gut für dieses Jahr.
Nach dem jährlichen Rumgemaule eines Mitgliedes war dann auch die Zahl der Helfer auf einem Stand, mit dem man so eine Veranstaltung organisieren kann.
Ganz vorbildlich hatten wir natürlich auch aktiv an Corona gedacht und Klaus wurde zum Corona-Beauftragten ernannt (ich weiss nicht, ob das so freiwillig war). Er war vor dem Start sehr gewissenhaft mit der Kontrolle der Impfausweise und Führen der Anwesenheitsliste beschäftigt (Noch mal Danke!!!).
Das Ende vom Lied: nach anfänglich 25 Anmeldungen, die sich dann bis auf 52 Anmeldungen am Veranstaltungstag steigerte, hatten wir dann doch ca. 80 Teilnehmer von ca. 10 verschiedenen Vereinen zu Gast. Die weiteste Anreise war aus den Niederlanden vom KV Jason Arnhem und aus München.
Am Rudererdorf war dann pünktlich um 18:00 die Wasserwacht des DRK Frankfurt da und es konnte dann auch bald losgehen.
Wie immer war es am Start ein wenig unübersichtlich, wer von wo nach wo fährt oder fahren will. War aber schon immer so und nach 1 km konnten sich dann alle auf eine Richtung einigen und es ging gemächlich Richtung Frankfurt.
Wie die letzten Jahre auch waren 3 „Ordner“ von den ESVlern auf dem Wasser. Einer vorne zum Bremsen, einer an der Seite, der den Überblicke behält (oder zumindest sollte) und einer hinten, damit uns niemand abhanden kommt.
Und zu guter Letzt dann auch noch die Wasserwacht die auch alles im Blick hatte.
Und auch in diesem Jahr gab es von den Zuschauern von den Brücken und dem Mainufer in Frankfurt viel Beifall.
Am Ziel angekommen kam die Suppe zum Einsatz, die großen Anklang fand und auch sehr gut nachgefragt wurde.
Wie alle Jahre zuvor auch hatte sich unser Sponsor - die Firma Globetrotter aus Frankfurt – auch dieses Jahr wieder sehr großzügig gezeigt und dadurch konnten wir wieder die schönsten Boote prämieren und die Vereine mit den meisten Teilnehmern auszeichnen.
Einige Gäste verteilten zum Abschied dann auch großes Lob an uns mit dem Hinweis, dass sie nächstes Jahr gerne wieder kommen wollen.
Was wir natürlich gerne hören und uns ggf. auch für das nächste Jahr motiviert.

Fazit von meiner Seite:

Huch - so viele!?
Wieder mal hat alles geklappt!
Und wieder war keiner baden.

Also - alles richtig gemacht!!
Und ganz wichtig: Danke an alle Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen beigetragen haben - so sollte Vereinsarbeit gehen.

A&M


Bootstaufe

Bootstaufe unserer neuen Vereinsboote

Am 2. Oktober war es soweit: unsere 7 neuen Vereinsboote – zwei Wildwasserboote und 5 verschiedene Tourenboote – wurden von unserem als Neptun verkleideten Abteilungsvorsitzenden mit Mainwasser getauft.


Ironman 2021


Begleitung der Schwimmer bei dem Ironman European Championship 2021 als Kajakfahrer

Noch ist es an diesem Sonntag, den 15.08.21 um 6 Uhr am Langener Waldsee relativ ruhig. Man kann erahnen, wo die Sonne aufgeht, in der Ferne sieht man den Nebel langsam von dem ca. 23° C warmen, ruhigem See gegen den dunklen Wald aufsteigen. Keine Welle im See ist zu sehen.

 

 

 

Die Ruhe trügt aber. Diesen Sonntag findet der Ironman European Championships 2021 statt. Dieses Jahr werden 1.500 Athleten in drei verschiedenen Starts in das große Abenteuer starten. Der erste Start ist für die Profiherren, gefolgt von erfahrenen und vor allem in der Vergangenheit bereits erfolgreichen Damen und als letztes, die zahlenmäßig größte Menge, die Altersklassen-Athleten.

 



 

Spätestens eine halbe Stunde später ist auch der letzte Wasservogel aus diesem Teil des Waldsees geflüchtet. Mit einem lauten Kanonenschlag als Startzeichen und den Ansagen des hr-Moderators stürzen sich die Athleten der jeweiligen Startklasse in das Wasser und „durchpflügen“ die 3,8 km lange Schwimmstrecke, die durch einen kurzen Landgang unterbrochen ist. Die Zuschauer, durch Corona-bedingt weniger als 2019, feuern die Athleten an. Eine Atmosphäre zum Gänsehaut bekommen. Nun wird es auch bei uns ernst: Wir begleiten die Schwimmer wieder als Kajakfahrer. Jeder Start bekommt einen Kajakfahrer als Vorfahrer, damit die Schwimmer die Orientierung nicht so leicht verlieren. Die anderen Kajakfahrer – neben natürlich auch vielen Ehrenamtlichen von Wasserwacht und DLRG – achten auf Probleme der Schwimmer. Eine weitere Aufgabe ist es, die Schwimmer, die durch die aufgehende Sonne geblendet werden und vom „rechten Weg“ abweichen, wieder einzufangen und auf die richtige Spur zubringen.

 


 

Nach ca. 2 Stunden hat der letzte Ironman-Schwimmer den Badesee verlassen. Als Athlet ist die erste Disziplin erfolgreich absolviert worden. Als nächstes stehen die 185 km lange Radstrecke, gefolgt von den 42,2 Kilometer Laufen auf dem Programm. Nach der Zeit sind dann auch die Zuschauer und die ganzen Helfer auf dem Wasser und dem Land auf dem Gelände des Badesees auf dem Rückzug, so dass dann wieder die Wasservögel kommen können.

S.N.

 


Vorderrhein

 

Wir waren noch nie am Vorderrhein! Es hat sich halt nicht ergeben. Somit war ich schon gespannt, was für eine Gegend und – für Paddler wichtig – was für ein Charakter der Vorderrhein hat. Sicher, man kann sich informieren, aber selbst den Bach „zu erfahren“, ist halt was anderes.
Nachdem wir uns am Lech „eingefahren“ haben, sind wir von Österreich in die Schweiz, in die Glarner Alpen, in den Kanton Graubünden gefahren. Der Vorderrhein bildet nach dem Zusammenfluss mit dem Hinterrhein in der Stadt Reichenau den Rhein. Wir trafen uns mit anderen Paddlern von dem HKCW in Trun, das in etwa in der Mitte des Vorderrheins, 35 km nach der Quelle, liegt.
Am ersten Tag wollen wir die „Hausstrecke“ fahren, von Sumvitg Cumpadials bis zum Campingplatz. Bei „mäßigem“ Wasser – wie uns berichtet wurde – gab es genügend Zeit, um die jeweiligen Steine zu umfahren, die in den regelmäßigen Abstanden vorkommenden Schwallstrecken standen. Meist waren breite Kiesbänke auf beiden Seiten des Flusses vorhanden. Bild 1
Eine schöne Paddelstrecke, umringt mit 3.000 m hohen schnellbedeckten Bergen, die jedoch beim ersten Mal als ich sie befuhr, nicht so richtig gewürdigt wurde!

 

Da dieser Teil des Flusses Kraftwerkgesteuert ist, konnte der Wasserstand am nächsten Tag wieder ganz anders aussehen. In der Urlaubszeit ist die Gruppe dreimal die gleiche Strecke gefahren, immer mit etwas mehr Wasser.


Eine andere Strecke, die Fahrtechnisch einen anderen Charakter hatte, war die Befahrung der Flimser-Schlucht, die man in zwei Etappen paddeln konnte. Für die erste Etappe ließen wir die Autos in Ilanz am Bahnhof stehen. Auf den ersten Flusskilometern wechselten sich kräftige Kiesbankschwelle mit immer wieder vorkommenden Passagen hohen und wuchtigen Wellen ab. Die kräftigen Walzen und Löcher könnte man meist umfahren oder zu mindestens in die nicht so kräftigen ausweichen. Die wenigen großen Verblockungen sah man frühzeitig und konnte sie einfach „um paddeln“. Zwischen den ganzen Passagen gab es aber auch ruhigere Stellen. Bild 5, Bild 4


Nach einigen Kilometer floss der Vorderrhein langsam in ein Waldtal ein. Das Flussbett wurde enger und die Ufer steiler. Die Flimser-Schlucht begann, die ersten weißen Felswände aus Kalkstein tauchten auf. Diese Rheinschlucht entstand vor etwa 10.000 Jahren, als über 10 Milliarden Kubikmeter Fels ins Tal stürzte und das Flusstal begrub. Der daraufhin aufgestaute See konnte allmählich wieder abfließen. Der Vorderrhein fraß sich tief in das weiche Kalkgestein herein und hinterließ eine faszinierende Schlucht.
Eine Schlüsselstelle ist das „Schwarze Loch“, eine Stelle, an der das Wasser aus dem weichen Kalkstein tiefe Löcher erodierende hat. Der Fluss muss eine rechte Biegung um die Felsformation machen, bei hohem Wasserstand wird das Wasser in die mannshohen Löcher und an die Wand herangepresst. Etwas Presswasser bildete sich links an der Felswand. Bei unserem Wasserstand konnte man dies aber rechts umfahren. Bild 2 und 3

In Versam wurden mit Hilfe der Schweizer Bahn die Autos wieder aus Ilanz geholt. Die Bahn fährt stündlich diese imposante Strecke am Vorderrhein entlang. Die Autofahrt wieder zurück nach Versam dauerte wesentlich länger als mit der Bahn, da die Straße sich zwischen den Bergen hoch oben halb des Flusses entlang schlängelte. Eine beeindruckende Fahrt.

Die darauffolgende Strecke, die wir an einem anderen Tag paddelten, war von Versam nach Reichenau.
Die Landschaft zeigte weiterhin im oberen Teil die imposante Schlucht aus Kalkgestein. Wassertechnisch zeigte der Abschnitt immer weniger Katarakte, dagegen einige, teilweise ziemlich große, Verschneidungen mit entsprechenden Pilzen.  Bild 6


Die Schlucht wechselte sich auf den letzten Teil der Strecke mit einem engen Waldtal ab, bevor der Vorderrhein nach Reichenau gelangte. Rechts bei einer Raftstation stiegen wir aus. In Sichtweite befand sich links der Hinterrhein, der durch den Zufluss den Rhein bildet.
Auch diesen Teil konnten wir mit der Schweizer Bahn als shuttle von Reichenau nach Versam stündlich benutzen.

Bei fast immer schönem, tagsüber zwischen 25 – 30°C warmen Wetter, eine beeindruckende Gegend, einen gepflegten Zeltplatz und - für den Paddler wichtig - unterschiedliche, gute Wasserstände, lässt sich somit wohl kaum etwas gegen den grandiosen Paddelurlaub sagen. Wir werden wiederkommen, in diese wunderschöne Landschaft.

S. N